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Neuigkeiten über die Künstler und Veranstaltungen

WZL Ausschnitt 01 AndreasMagdanz webaufloesungEMA-Präsentation von SHIFT-Mitglied
flankiert Mauerfall-Ausstellung

Gleich zwei thematisch dichte Fotografie-Ausstellungen eröffnen am Sonntag, 29. September, im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der StädteRegion Aachen. Die Räumlichkeiten auf Parterre und erster Etage füllt bis 15. Dezember eine von KuK-Leiterin Dr. Nina Mika-Helfmeier exklusiv zusammengestellte und kuratierte Ausstellung, die sich 30 Jahre nach dem Mauerfall diesem Ereignis widmet.

Bewerbungsfrist läuft nur noch bis zum 16. September 2019

Nur noch wenige Tage bleiben Anwärter*innen, die sich dem SHIFT-Netzwerk anschließen wollen, um ihre Bewerbung einzureichen. Stichtag ist Montag, 16. September, später eingehende Bewerbungen können leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Knotenpunkt des Netzwerks ist das Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der StädteRegion Aachen, wo seit SHIFT-Gründung im Sommer 2017 viel passiert ist: Einzelpräsentationen, aber auch eine große Gruppenausstellung haben bei einem breiten Publikum das Interesse für Fotografie aus der Region geweckt, zahlreiche Gruppentreffen trugen zum Austausch unter den bislang 14 Mitgliedern bei.

Der museale Standort in Monschau hat über die vergangenen Jahre seinen Schwerpunkt auf Fotografie gesetzt und sich damit ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet. Dazu passt, dass das KuK maßgeblich dazu beitragen will, ein fotografisches Netzwerk wie SHIFT zu fördern und zu stärken - auch, um eine Brücke von der Fotografie hier zu der internationalen Fotografie zu schlagen, die im KuK ein stetig wachsendes Publikum begeistert. Wer von diesen Vorteilen profitieren und sich künftig als aktives Mitglied in das Projekt einbringen will, sollte die letzten Tage noch für eine Bewerbung nutzen. Die Ausschreibung lässt sich hier kostenlos herunterladen.

Logo Shift KuK StRed

shift gruppenausstellung
SHIFT 2020

Dr. Nina Mika-Helfmeier, Leiterin der Stabsstelle Kultur der StädteRegion Aachen, hat dem Kulturausschuss jüngst das städteregionale Kulturprogramm des laufenden Jahres vorgestellt und die Erweiterung des Projekts SHIFT angekündigt. Die Vorschläge wurden von allen Fraktionen begrüßt. Mit diesem positiven politischen Votum ist also auch die SHIFT-Erweiterung auf den Weg gebracht.

Interessierte Fotograf(inn)en aus der Region können sich gemäß Ausschreibung bis Anfang September 2019 um Aufnahme in das Projekt SHIFT bewerben. Die Ausschreibung lässt sich hier kostenlos herunterladen. Bewerbungen von interessierten Fotograf(inn)en aus der Städteregion sowie der Euregio mit angrenzendem Rheinland sind ab sofort willkommen. Was hierfür einzureichen ist, ist der Ausschreibung zu entnehmen.

 


 

lm Frühsommer des Jahres 2000 hieß es in Monschau, dass nach 46-jähriger Pause die Festspiele auf der über 800 Jahren alten Burg Monschau eine Wiederbelebung erfahren sollten. Vorausgegangen war eine Initiative des Monschauer Unternehmers und heutigen Ehrenbürgers Hans Georg Weiss, der unter dem Begriff „Monschau-Klassik" seiner Vision einer kulturell herausragenden Veranstaltungsreihe mit großen Werken aus der Welt der Oper Ausdruck verleihen wollte. Aus dem gewagten Experiment ist 20 Jahre später ein etabliertes und überregional beachtetes Sommer Festival geworden, dessen musikalisches Spektrum immer bunter und vielfältiger wurde.

Der Fotograf und langjährige Tageszeitungsredakteur beim Zeitungsverlag Aachen, Peter Stollenwerk aus Steckenborn, hat das Festival von den Entstehungstagen bis heute journalistisch intensiv begleitet. Bei zahlreichen Veranstaltungen auf der Burg Monschau hat er Szenen und Augenblicke rund um die Burgbuhne mit der Kamera festgehalten lm Kreuzgang der städtischen Galerie im Aukloster zeigt er nun anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Monschau-Festivals eine Auswahl seiner visuellen Eindrücke. Die Bilddokumentation beleuchtet im Zeitraffer in über 100 Fotos kleine und große Momente der Festival-Jahre 2000 - 2018 hinter, vor und auf der Bühne - von Aida bis zur Zauberflöte, von Heino bis Jethro Tull.

Die Fotoausstellung "20 Jahre Monschau-Festival" im Kreuzgang des Auklosters Monschau, Austr. 7, ist vom 4. bis 25. August 2019 zu sehen.
Eintritt frei!

Öffnungszeiten:
4. bis 25. August 2019
Samstag & Sonntag: 11–17 Uhr
Dienstag bis Freitag: 14–17 Uhr

VERNISSAGE
Sonntag, 4. August
12 Uhr

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SHIFT 2019

Eröffnung am 17. Februar 2019 um 12 Uhr im KuK Monschau
Ausstellungsdauer: 17.02.–31.03.2019
Eintritt frei

Historische Fotografien, wie eine Erinnerung zart auf eine scheinbar schwebende Leinwand projiziert. Familienbilder, über Jahrzehnte immer wieder in gleicher Pose aufgenommen, die Zeit und Individuum sezieren. Alltägliche Formen, die im Zwielicht der Nacht Kontraste setzen und wie etwas ganz anderes wirken. Alltagsgegenstände, die ein Eigenleben entwickeln und in Beziehung zueinander stehen. Authentische Innenaufnahmen und fast abstrakt wirkende Architekturfotos, die dem unbestechlichen, nüchternen Sujet eine gespenstische Schönheit verleihen.

Vielfalt ist das Stichwort, das am besten zur Gruppenschau des SHIFT-Projekts passt. Denn auf drei Etagen enthüllen die Teilnehmer des ersten SHIFT-Jahrgangs das künstlerisch-fotografische Potenzial der Region – und wie erfrischend unterschiedlich Themen und Ergebnisse sein können, wenn Profis auf den Auslöser drücken.

Mal ziehen Porträts von Frauen, futuristisch in Szene gesetzt, die Blicke auf sich, mal Fußballfans in voller Anfeuer-Montur, mal ist es ein ein Perspektivwechsel von oben, mal die verstörenderweise rein physische Nähe zwischen Mutter und Kind, mal das Ankommen in der Welt draußen eines Mannes, der 45 Jahre hinter Gittern lebte. Mit Positionen vertreten sind Florian Beckers, Andrea Borowski, Carl Brunn, Jörg Hempel, Andreas Magdanz, Johanna Reich, Marco Röpke, Marco Rose, Manja Schiefer, Peter Stollenwerk, Hugo Thomassen, Petra Warrass und Ernst Wawra.

Wolters Magdanz
Ausstellung von Andreas Magdanz im Kabinett des KuK Monschau, 25.11.-16.12.2018

Eine der ersten groß angelegten, professionell realisierten Fotoserien von Andreas Magdanz beschäftigte sich 1995 mit den zum Untergang verurteilten Dörfern und den landschaftlichen Zerstörungen des Braunkohlebergbaus in Garzweiler.
2000 folgte die mit einer opulenten Buchveröffentlichung verbundene Dokumentation der bis dahin streng geheimen Atombunkeranlage der Bundesregierung, „Dienststelle Mariental“. Dieser gigantische Schutzraum für die damaligen Eliten gehört zu den bizarrsten Bauwerken, die sich bundesrepublikanische Gehirne bislang ausgedacht haben. In ihren geradezu biblischen Dimensionen und ihrer archaischen Verdrängung des Todes scheint es mir angemessen, die magische Aura dieser labyrinthische Unterwelt mit der esoterischen Aura antiker Pyramiden zu vergleichen. Im Gegensatz zu dieser existenziellen Tiefe steht die geradezu rührende Bemühung der Erbauer um sowohl moderne als auch behagliche »Gemütlichkeit«. Dieses visuelle Spannungsfeld macht Marienthal zum ästhetischen Juwel bundesdeutscher Kleinbürgerlichkeit. Für die Nachwelt ist der gewichtige Prachtband von ganz besonderem Wert, da die Anlage Anfang der 2000er Jahre für 80 Millionen Euro »zurückgebaut«, sprich, zerstört wurde.
Magdanz’ nächstes Projekt, ein Fotoband über Auschwitz-Birkenau, grenzt fast schon an ein Wunder. Das genial provokante Cover zeigt ein Gänseblümchenfeld (sic), was aber keinesfalls ironisch verstanden werden darf. In den wunderschönen, nichts beschönigenden Aufnahmen gelingt dem Fotografen ein Kunststück, das man eigentlich für unmöglich halten würde. Trotz des zwischen den Zeilen überall herauslesbaren Bewusstseins, dass man als Deutscher, wenn von Versöhnung die Rede ist, besser den Mund hält, redet und flüstert das Buch auf eine unglaublich behutsame Art eben genau davon. Indem er nichts arrangiert, nichts ästhetisiert oder beklagt, lässt Magdanz eine alles überwuchernde Natur für sich selber sprechen. Das ist aber, an den Maßstäben des Buches gemessen, schon zu viel und zu platt gesagt. Hier gibt es nichts zu sagen, sondern nur zu schauen.
In den beiden folgenden Projekten »BND-Standort Pullach« und »Stuttgart Stammheim« besucht Magdanz zwei weitere Unorte bundesdeutscher Vergangenheit, die er ebenso unbestechlich, technisch aufwendig und generalstabsmäßig untersucht, wie man es inzwischen von ihm erwartet.

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